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  Wikipedia: Erosion

Wikipedia: Erosion
Erosion
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Erosion (lat erodere wegnagen) ist die Zerstörung, Abtransport und Ablagerung von Gestein durch physikalische und chemische Prozesse.

Der Begriff wird auch allgemein bei Wachtumsprozessen verwendet, wenn eine Bestandsgröße mangels Masse ungebremst gegen Null strebt (z.Z. einige Fischarten).

Zerstörung

Die Zerstörung des Gesteins kann durch verschiedene Prozesse geschehen:

Physikalische Prozesse:

  • Frostsprengung: Wasser sickert in kleine Hohlräume ein, gefriert und vergrößert dadurch sein Volumen, wodurch Gesteinsbrocken abgesprengt werden
  • Salzsprengung: Sowohl beim Auskristallisieren als auch beim anschließenden Umkristallisieren durch Wasseraufnahme vergrößert Salz sein Volumen mit ähnlichen Effekten wie bei der Frostsprengung
  • Durch die Wärmeausdehnung des Gesteins bei der Erwärmung, durch Sonneneinstrahlung tagsüber, sowie dem Zusammenziehen bei der Abkühlung in der Nacht bilden sich Risse im Gestein, sodass Teile abplatzen können.
  • Abtragen der Oberfläche durch
    • Wind: Sandstürme wirken wie Sandstrahlgebläse
    • Wasser: Zum einen graben Flüsse ihr Flussbett ins Gestein, zum anderen trägt die Meeresbrandung küstennahe Felsen ab.
    • Eis: Gletscher fließen langsam talwärts und zerstören die Oberfläche durch ihr großes Gewicht und mitgeführtes Gesteinsmaterial.
  • Auflockerung der Gesteine durch Tektonik, z.B. entlang von Störungslinien, und nachfolgende Flusserosionerosion (siehe Durchbruchstäler).
Material, das durch physikalische Erosionsprozesse entsteht, heißt klastisches Material.

Chemische Prozesse:

Biologische Prozesse:

Abtransport

Der Transport des erodierten Materials kann erfolgen durch
Beim Transport erfolgt eine Sortierung nach Korngröße und Gewicht der Partikel.

Ablagerung

Die Ablagerung des abtransportierten Materials wird auch als Sedimentation, das Ergebnis als Sediment bezeichnet. Sedimentgestein oder Sedimentit entsteht aus Sedimenten infolge von Diagenese.

Die Ablagerung findet meist an einem niedriger gelegenen Ort statt, deswegen wird durch Erosion Material von oben nach unten verfrachtet und somit Höhenunterschiede in der Landschaft ausgeglichen. Die Erosion wirkt damit hebenden geologischen Prozessen wie der Auffaltung von Gebirgen durch tektonische Bewegungen oder der Bildung von Vulkanen entgegen.

Bedeutung der Erosion

Speziell die Bodenerosion, das Abtragen der fruchtbaren Erdschicht durch Wind und Regenwasser, richtet große Schäden an. Wald ist die zur Verhinderung von Erosion wirksamste Vegetationsform, da die Wurzeln der Bäume dem Boden Halt geben (Verminderung der Erosion durch Hangneigung), die Bäume die Windgeschwindigkeit am Boden reduzieren (in Verbindung mit Bodenvegetation und Humusauflage die Ausschaltung von Winderosion) sowie durch Abbremsung des Niederschlags und durch die erheblichen Pufferkapazitäten die Wassererosion minimieren.

Die Vernichtung von Wald führt besonders in niederschlagsreichen Regionen wie den Tropen zu einer verheerenden Beschleunigung der Erosion mit entsprechenden Folgen für den Boden.

Die Ablagerung von Erosionsmaterial führt zur Versandung von Flüssen und Häfen, weswegen Schifffahrtswege immer wieder ausgebaggert werden müssen. Die erodierten Sedimente können wiederum zu Störungen in anderen Ökosystemen wie Korallenriffen führen.


  

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