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  Wikipedia: Helgoland

Wikipedia: Helgoland
Helgoland
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

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Helgoland (auf friesisch Lun), Deutschlands einzige Hochseeinsel, liegt in der Nordsee. Die Hauptinsel bildet zusammen mit der benachbarten "Düne" eine politische Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein.

  • Fläche: ca. 4,20 km²
  • Einwohner: 1.548
  • KfZ-Zeichen: PI (Mit Ausnahme einiger Rettungs-, Feuerwehr- und sonstiger Gemeindefahrzeuge ist die Insel autofrei)
  • PLZ: 27498

Geschichte

Die erste Kunde von Helgoland stammt vom griechischen Seefahrer und Geographen
Pytheas, der ca. 330 v. Chr Britannien umsegelte und auf Helgoland Bernstein fand. Nach seinem Bericht hieß Helgoland bei den antiken Schrifstellern Abalus. Helgoland war schon früh friesisch besiedelt und trug ein Heiligtum, das überregional besucht war. Die Insel war damals erheblich größer als heute. Das Heiligtum, das dem friesischen Gott Fosite gewidmet war, und nach dem die Insel auch Fositesland hieß, wurde 785 vom Missionar Liudger zerstört. Bereits zuvor hatte der Heilige Willibrord zwischen 690 und 714 versucht, die Helgoländer Friesen zu missionieren, jedoch vergeblich. Ausführliche Kunde vom frühmittelalterlichen Helgoland gibt Adam von Bremen in seiner res gestae aus dem Jahre 1076.


Im Mittelalter war Helgoland ein Piratenunterschlupf (siehe Klaus Störtebeker). Bis 1814 gehörte die Insel dann zu Dänemark, bevor sie von Großbritannien erobert wurde (siehe Geschichte Dänemarks). Helgoland ging 1890 im Sansibar-Vertrag von Großbritannien an das Deutsche Reich über, wofür Großbritannien die bis dahin vor der Küste Deutsch-Ostafrikas liegende Insel Sansibar erhielt, bzw. das Deutsche Reich verzichtete selbst auf seine Ansprüche auf das Sultanat Sansibar. Kaiser Wilhelm II ließ Helgoland, das ganz nahe der Mündung zu dem damals neuerstellten, wirtschaftlich und strategisch wichtigen Kaiser-Wilhelm-Kanal liegt, zu einem Marinestützpunkt ausbauen. Diese militärische Funktion behielt die Festung Helgoland bis nach dem 2. Weltkrieg.

1945 befahl deshalb die britische Regierung den Einwohnern Helgolands, die Insel zu verlassen. Es folgte der erfolglose Versuch, die Insel zu sprengen (18. April 1947). Schließlich blieb Helgoland militärisches Sperrgebiet und Übungsgelände für die Bomber der britischen Luftwaffe, bis der Bevölkerung Helgolands 1952 erlaubt wurde, wieder auf ihre Insel zurückzukehren. Seitdem blüht dort der Tourismus und Kurbetrieb.

Geografie

Helgoland ist eine kleine Hochseeinsel, die im Süden einen relativ großen Strand besitzt, im Norden und Westen aber in steilen Klippen gut 50 Meter zum Meer hin abfällt. Im Osten liegt die so genannte "Düne", eine flache "Strandinsel", die früher mal mit Helgoland verbunden war.

Sehenswürdigkeiten

Lange Anna, Lummenfelsen

Wirtschaft

Helgoland lebt größtenteils von Einnahmen aus dem Tourismus, daneben gibt es noch eine einigermaßen bedeutende Hochsee-Fischereiwirtschaft. Es bestehen verschiedene Fährverbindungen zum Festland und zu anderen Inseln, so z.B. nach Bremerhaven, Cuxhaven, Büsum oder nach Wilhelmshaven.

Politik

Die Insel Helgoland bildet eine Gemeinde im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein).

Sprachen

Neben Hochdeutsch werden auch Plattdeutsch und Friesisch gesprochen. Das zum Nordfriesischen gehörende Helgoländisch (Hallunder) zählt jedoch nur noch wenige Sprecher.

Siehe auch: Deutsche Inseln


  

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