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Jordanes war ein balkangotischer Gelehrter und Historiograph des 6. Jahrhunderts, möglicherweise alanischer Herkunft.
Theoderich der Große beauftragte seinen Minister Cassiodorus mit der Niederschrift der Geschichte der Goten. Diese wurde erst 533 nach dem Tod Theoderichs fertig. Um die Jahrundertmitte schrieb Jordanes in Konstantinopel eine verkürzte Version, ergänzte sie aber um aktuelle Ereignisse. Nur seine Version, De origo actusque Getarum, kurz Getica, blieb der Nachwelt erhalten.
Die Getica ist eine der wichtigsten Quellen zur gotischen Geschichte. Bei ihrer Bewertung ist jedoch zu beachten, dass politische Gründe bei ihrer Niederschrift eine Rolle spielten: Zum einen die Monopolisierung der gotischen Geschichte durch die amalischen Ostgoten. Zum anderen der Versuch, die gotische Historie zum einem Teil der römischen werden zu lassen.
Jordanes behauptete, die Goten seien identisch mit den den antiken Hochkulturen schon lange vertrauten Geten (ein thrakischer Volksstamm). Weiterhin war er wie viele römische und byzantinische Geschichtsschreiber der Meinung, die Goten seien vom Volk der Skythen.
Literatur
Weblinks

