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Wikipedia: NATO
NATO
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Die NATO (North Atlantic Treaty Organization, auch: Nordatlantikpakt-Organisation) ist ein militärisches Bündnis europäischer und nordamerikanischer Staaten, das 1949 durch die Unterzeichnung des Nordatlantikvertrages gebildet wurde.

Der Sitz der NATO (Generalsekretariat) ist in Brüssel.

Mitglieder der NATO

Belgien
Dänemark
Deutschland (Westdeutschland seit 1955 / Deutschland nach der Wiedervereinigung 1990)
Frankreich
Griechenland (seit Februar 1952, 1974 bis 1979 ausgeschieden)
Großbritannien
Island
Italien
Kanada
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Polen (seit dem 12. März 1999 - im Rahmen der NATO Osterweiterung)
Portugal
Spanien (seit Februar 1982)
Tschechien (seit dem 12. März 1999 - im Rahmen der NATO Osterweiterung)
Türkei (seit Februar 1952)
Ungarn (seit dem 12. März 1999 - im Rahmen der NATO Osterweiterung)
USA

Frankreich und Spanien sind militärisch nicht integriert. Island besitzt keine eigenen Streitkräfte.

Inhalt

  1. Defensivbündnis ohne automatische militärische Beistandspflicht
  2. Institution zur Bewahrung westlich-liberaler Gesellschaftsordnung (politische, ökonomische, soziale und kulturelle Zusammenarbeit und Anerkennung demokratischer Prinzipien)

Organe

Militärische und zivile Struktur

Die Mitgliedsstaaten beraten sich im Nordatlantikrat. Dieser tagt normalerweise zweimal pro Jahr auf Ministerebene mit den sechzehn Außenministern der Mitglieder. Außerdem kommt er aber auch noch auf der Ebene von ständigen Vertretern mindestens einmal pro Woche zusammen. Die ständigen Vertreter sind zumeist Botschafter.

Bei Beratungen, die militärische Beteiligung erfordern, tagen nur fünfzehn Mitglieder (d.h. ohne Frankreich) im "Ausschuss für Verteidigungsplanung" (DPC).

Weitere Ausschüsse wurden zwecks Arbeitsteilung vom Nordatlantikrat eingesetzt. Darunter sind die Ausschüsse für:

  • Verteidigungs-Erhebung
  • zivile Verteidigung
  • Haushalt
  • Politik
  • Rüstung
  • Fernmeldefragen
  • Umwelt
  • Wirtschaft
  • Infrastruktur
  • nukleare Verteidigung

Der Vorsitzende des Rats und der Ausschüsse ist der NATO-Generalsekretär. Er leitet ebenfalls das Generalsekretariat, das sich aus Angehörigen der Mitgliedsstaaten zusammensetzt.

Höchstes militärisches Organ der NATO ist der Militärausschuss. Er besteht aus den militärischen Stabschefs der Mitgliedsstaaten und berät den Nordatlantikrat. Auch gibt er die nötigen Weisungen an die Kommandobereiche.

Entwicklung bis 1991

  • bis 1967 Strategie der massiven Vergeltung: Abschreckung
  • 1967 Harmel Bericht: flexible response zur Vermeidung nuklearer Risiken; Triade von konventionellen, taktisch-nuklearen und strategisch-nuklearen Potentialen, neues NATO Selbstverständnis: Sicherheit = Verteidigung + Entspannung
  • 1979 Nato-Doppelbeschluss: Nachrüstung von Mittelstreckenraketen in Europa + Verhandlungsangebot an die SU

Entwicklung seit 1991

  • Gipfeltreffen 1997 in Madrid: Einladung zum Beitritt für Polen, Ungarn, Tschechien
  • Partnerschaft für den Frieden, Brüssel 1994: Zusammenarbeit in militärischen und sicherheitspolitischen Fragen, Beitrittsperspektive
  • Paris 1997 Grundakte mit Russland:
    • Beendigung der Gegnerschaft von NATO und Russland
    • Wandel der NATO von militärischer zu politischer Organisation
    • Ziel: gemeinsam dauerhaften Frieden schaffen
  • Friedenssicherung im Rahmen der UNO:
    • ab 1992 Bereitschaft der NATO zu Out-of-area Einsätzen nach Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat
    • Beteiligung an UN-Operationen in Ex-Jugoslawien
    • Umsetzung des Friedensabkommens von Dayton 1995 in Bosnien-Herzegowina
    • Umbau der NATO zur schnellen Eingreifsfähigkeit in Krisengebieten, größerer Flexibilität, Abkehr vom bipolaren Bedrohungsdenken
  • aktive Kriegseinsätze
    • Luftangriffe gegen Jugoslawien während des Kosovo-Krieges
  • Gipfeltreffen 2002 in Prag:
  • Im Rahmen der Pläne der USA zur Invasion im Irak kam es in der NATO zu einer schweren Krise:
Bei der Frage, ob der Türkei präventiv Abwehrsysteme bereit gestellt werden sollten, damit sie sich im Fall eines Angriffes auf den Irak gegen eventuelle Gegenangriffe verteidigen kann, legten Frankreich, Belgien und Deutschland ein Veto ein. Dies führte zu einer Verstärkung der vorher schon vorhandenen transatlantischen Verstimmungen zwischen diesen Ländern und Russland auf der einen Seite und den USA und Großbritannien auf der anderen Seite. Unklar ist, wie sich dieser Riss durch das Bündnis auf seine langfristige Perspektive als aus Sicht der USA relevantes Militärbündnis auswirkt.

Neues strategisches Konzept seit 1999

Grund

Der Grund für die neue Situation der NATO liegt primär in der neuen sicherheitspolitischen Situation der Gegenwart. Faktoren dieser Situation sind:

Grundzüge des neuen Konzepts

Vergleich des neuen Konzepts gegenüber dem von 1949

Probleme des neuen Konzepts

Weiterführende Informationen

Siehe auch

Geschichte Europas, Westeuropa, OSZE, Abrüstung

Weblinks


  

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