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Die Provinz Posen war eine Provinz des Staates Preußen, die jedoch nach dem 1. Weltkrieg nur noch als kleiner Teil unter neuem Namen fortbestand.
Die Provinz Posen wurde 1815 aus den im 18. Jahrhundert an Preußen gelangten Teilen Polens um die Stadt Posen unter dem Namen "Großherzogtum Posen" gebildet. 1830 wurde sie in "Provinz Posen" umbenannt. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der überwiegende Teil der Provinz Polen angegliedert. Ein kleiner bei Deutschland verbliebener westlicher Teil wurde 1922 mit dem westlichen Teil der ebenfalls überwiegend an Polen bzw. an Danzig gelangten Provinz Westpreußen zur neuen Provinz "Grenzmark Posen-Westpreußen" vereinigt. Provinzhauptstadt wurde Schneidemühl, das heutige Pila in Polen.
Von 1939 bis 1945 wurde der polnische Teil der ehemaligen Provinz Posen wieder von Deutschland besetzt und wurde als "Reichsgau Posen" bezeichnet (ab 1940 "Reichsgau Wartheland"). Nach dem 2. Weltkrieg kam das ganze Gebiet unter polnische Verwaltung und gehört seit der Wiedervereinigung 1990 formell endgültig zur Republik Polen.
Die Provinz Posen war vor 1920 in die beiden Regierungsbezirke Posen und Bromberg gegliedert, die sich in Stadtkreise und Landkreise weiter aufgliederten.
Verwaltungsgliederung der Provinz Posen vor 1920
Regierungsbezirk Posen
Stadtkreise
Landkreise
¹ gehörten ab 1922 zur neuen Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen
Regierungsbezirk Bromberg
Stadtkreise
Landkreise
² aus Teilen dieser Kreise wurde der Netzekreis gebildet, der ebenfalls der neuen Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen eingegliedert wurde

