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  Wikipedia: Schwäbische Alb

Wikipedia: Schwäbische Alb
Schwäbische Alb
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Die Schwäbische Alb ist ein Mittelgebirge in Baden-Württemberg, das südlich durch die Donau begrenzt wird. Das nördliche Ende wird Albtrauf genannt, und stellt eine bis zu 200 Meter hohe Stufe dar. Die Alb ist eine Hochfäche, die von ihrem Nordrand leicht nach süden fällt. Die Nord-Süd Erstreckung beträgt etwa 30 Kilometer, die Ost-West Erstreckung etwa 200km. Im Westen endet sie im Bereich Tuttlingen, im Osten wird sie durch das Nördlinger Ries begrenzt.

Geologisch besteht die Schwäbische Alb hauptsächlich aus Kalkstein. Dieses Gestein entstand während des Jura am Boden eines Meeres. Der Kalkstein wurde vorwiegend als Sediment am Meeresboden abgelagert, man findet aber auch zahlreiche Riffe. Die Gesteine der Jurazeitzeit sind dreigeteilt. Nach ihrer Farbe unterscheidet man lokal von unten nach oben den Schwarzen Jura, den Braunen Jura und den Weißen Jura.

Der Schwarze Jura wird durch einen hohen Gehalt an Bitumen und Pyrit gefärbt. Man spricht auch (fälschlich) von Ölschiefer. Dieses Gestein tritt am Fuß des Albtraufs auf und ist berühmt für seine Funde von Ichtyosauriern. Am besten kann man diese im Hauff Museum in Holzmaden sehen. Der Braune Jura erhält seine braune Farbe durch einen recht hohen Gehalt and Eisen. Dieses Eisen wurde in Wasseralfingen bei Aalen auch als oolithisches Eisenerz abgebaut. Der Weiße Jura besteht aus fast reinem Kalk, der in einem sauerstoffreichen und lebendigen Meer abgelagert wurde. Er ist charakterisiert durch viele Riffe. In allen Jurasedimenten sind vielfältige Fossilien enthalten, die man auf einer Wanderung leicht selbst finden kann.

Aufgrund ihrer erdgeschichtlichen Vielfalt und Besonderheiten wurde die Schwäbische Alb Anfang 2003 als Nationaler GeoPark Deutschland ausgezeichnet.

Doch die Schwäbischen Alb bietet auch in kultureller Hinsicht vieles. Es gibt unzählige Burgen und Klöster. Viele Dörfer besitzen interessante Heimatmuseen. Interessante Industrien waren zum Beispiel Trikotagen und Feinmechanik bei Albstadt und Leinenweberei um Laichingen.

Wanderwege: Es gibt zahlreiche gut markierte Wanderwege in der Schwäbischen Alb. Besonders empfehlenswert ist der Hauptweg 1, der sich am nördlichen Albrand von Donauwörth bis Tuttlingen über 320 km erwandern lässt. Hauptweg 1

Literatur

  • Alber, Frahm, Stadler: Die Schwäbische Alb. Bildlegenden (Eine Bildreise). 1996. ISBN 3-89234-665-8,
  • Freier: Schwäbische Alb. 35 Wanderungen. Wandern kompakt. 2001. ISBN 3-7654-3734-4
  • Fieselmann, Grohe: Die Schwäbische Alb. ISBN 3-87407-350-578

Links

  • Schwäbischer Albverein Dieser Verein unterhält Wanderwege und Hütten, betreibt Umweltschutz und veranstaltet Vorträge und Kurse.
  • Schwäbische Alb, offizielle Seite des Schwäbische Alb Tourismusbverbandes.
  • Schwäbische Alb, eine Sammlung von geologischen Sehenswürdigkeiten wie Höhlen, Quellen und Dolinen.

  

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