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Wikipedia: Sorben
Sorben
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Die Sorben oder Wenden sind ein westslawisches Volk, das ursprünglich auch westlich der Elbe bis ins heutige Polen lebte. Im Zuge der deutschen Ostsiedlung wurden die meisten sorbischen Stämme (z.B. die Daleminzen) germanisiert.

Die heutige sorbische Minderheit lebt in Sachsen (obersorbische Sprache, vorwiegend katholisch) und Brandenburg (niedersorbische Sprache, vorwiegend evangelisch). Die Kulturzentren sind Bautzen (Budysin), Cottbus (Chosebuz) und Hoyerswerda (Wojerecy).
Bekannt sind sie durch ihre reiche Folklore (Osterreiten, Ostereier) und Mythologie (Die Mittagsfrau Psezpolnica, Wassermann, Gottesklage, Drache, Kobold usw.)
Es gibt sorbische Schulen, die um ihre Existenz kämpfen, und Kindergärten.
Wichtigster sorbischer Dichter war Jakub Bart Cisinski, Gegenwartsautoren sind z.B. Jurij Brezan, Kito Lorenc, Angela Stachowa und Marja Krawcec.
Wichtigstes Werk der sorbischen Kultur ist das Frühlingsoratorium "Naleco". Im obersorbischen Gebiet um Ralbitz (Ralbicy) und Schmeckwitz (Smjeckecy) gibt es viele Kruzifixe am Wegrand, wie in Bayern. Sehr eindrucksvoll ist auch die sorbische Tracht, die von älteren Frauen täglich, von jüngeren zu den großen Feiertagen getragen wird, Fronleichnam z.B. die Tracht der Druzka (Patin).

Geschichte

das Institut für sorbische Volksforschung
das Staatliche Ensemble für sorbische Volkskultur
der Domowina-Verlag
Grund- und Oberschulen
sorbische Abteilungen in den Ministerien für Kultur, für Inneres und für Volksbildung
  • Im Einigungsvertrag wird der Fortbestand der sorbischen Institutionen garantiert.
  • 1991 wird die "Stiftung für das Sorbische Volk" gegründet, die die Förderung der Sorben von staatlicher Seite zusammenfasst.

Weblinks


  

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