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  Wikipedia: Weizen

Wikipedia: Weizen
Weizen
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Mit Weizen werden eine Reihe von Arten von Gräsern (Poaceae) in der Gattung Triticum bezeichnet.

Verschiedene Arten des Weizen stellen zusammen mit Mais das meistangebaute Getreide der Welt dar, gefolgt von Reis. Er wird auf allen Kontinenten angebaut; wichtige Anbauländer sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Russland, Australien und Argentinien. Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide), und hat eine große Bedeutung in der Tiermast. Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Hartweizengrieß) geeignet.

Weizen ist an trockene und warme Sommer angepasst. Eine moderne Kreuzung aus Weizen und Roggen, Triticale, erlaubt den Anbau in kühleren Klimazonen.

Ackerbaulich wichtige Weizenarten

  • Saatweizen (T. aestivum) ist eine hexaploide Weizenart und die am verbreitetsten angebaute; es gibt eine Vielzahl von Sorten, die an unterschiedliche Klimate angepasst sind.
  • Spelt oder Dinkel (T. spelta), ebenfalls hexaploid, wird als spezielles Brotgetreide begrenzt angebaut. Das unreif geerntet Korn, Grünkern genannt, ist mineralstoffreich.
  • Emmer (T. turgidum dicoccum) ist eine tetraploide Weizenart, die historisch angebaut wurde, heute aber keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat.
  • Hartweizen (T. turgidum durum) ist die einzige tetraploide Weizenart, die heute noch verbreitet angebaut wird.
  • Kamut (T. turgidum polonicum) ist eine Zuchtform des Emmer, die im Mittleren Osten entwickelt wurde, und in kleinen Mengen, oft im biologischen Landbau, als 'gesundes' Getreide vermarktet wird.
  • Einkorn (T. monococcum) ist die älteste Weizensorte, und wird heute nur noch aus wissenschaftlichen Gründen oder zu Illustrationszwecken angebaut.

Geschichte der Domestizierung

Die ältesten Spuren des Weizenanbaus finden sich aus dem 7. vorchristlichen Jahrtausend in Nahen Osten. Mit seiner Ausbreitung nach Europa, Nordafrika und Asien gewann der Weizen eine grundlegende Bedeutung für viele Kulturen.

Einkorn (T. monococcum) ist die ursprünglichste Form des kultivierten Weizens; man findet auch heute noch Wildformen des Einkorn, so dass die Domestizierung mittels menschlicher Auslese relativ klar erscheint.

Aus dem Einkorn entwickelte sich durch Hybridisierung mit einem anderen Wildgras (evtl. T. speltoides oder Aegilops speltoides) in vorgeschichtlicher Zeit der tetraploide Emmer (T. turgidium), aus dem später durch Zucht Sorten wie Hartweizen und Kamut entstanden.

Eine weitere Hybridisierung, zwischen Emmer und dem Wildgras T. tauschii (oder Aegilops squarrose) entstand dann der moderne hexaploide Saatweizen.

Bestandteile (Saatweizen)

Wasser 10,42%
Eiweiß 10,69%
Fett 2,0%
Kohlenhydrate 75,36%
Ballaststoffe 12,7% (Teil der Kohlenhydrate)
Asche 1,5%

Angaben je 100 g

Brennwert 1425 kJ

  Calcium     34 mg
  Eisen        5,4 mg
  Magnesium   90 mg
  Phosphor   402 mg
  Kalium     435 mg
  Natrium      2 mg
  Zink         3,5 mg
  Kupfer       0,43 mg
  Mangan       3,40 mg

Vitamine
  Thiamin          0,41 mg
  Riboflavin       0,11 mg
  Niacin           4,77 mg
  Pantothensäure   0,85 mg
  Vitamin B6       0,38 mg
  Folat            0,04 mg
  Vitamin E        1,44 mg

Triticum-Arten

T. aestivum
T. aethiopicum
T. araraticum
T. boeoticum
T. carthlicum
T. compactum
T. dicoccon
T. durum
T. ispahanicum
T. karamyschevii
T. militinae
T. monococcum
T. polonicum
T. spelta
T. timopheevii
T. trunciale
T. turanicum
T. turgidum
T. urartu
T. vavilovii
T. zhukovskyi


  

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